schrieb mir letzte Nacht meine liebste Facebook-Freundin. Eine passendere Überschrift für meine (private) Rückschau auf 2015 kann ich mir nicht vorstellen. Und besser lassen sich viele Ereignisse – öffentliche und private – des vergangenen Jahres auch nicht kommentieren. Deshalb belasse ich es bei kurz und knapp. Einen schicken Jahresrückblick gibt es übrigens hier im Zaubertraumtagebuch und, falls jemand nach Leseempfehlungen sucht, einen weiteren in Inas Bücherkiste.

Du, liebe C., hast mir im letzten Jahr immer wieder zugehört (oder heißt es zugelesen, wir schreiben uns ja nur?), du hast mir Mut gemacht und mich zum Lachen gebracht. Wir haben gemeinsam gegrinst, gemeckert und gestaunt. Auf FB wurde ich aufgefordert, Fotos von mir zu posten, die älter als 15 Jahre sind (nein, die Nominierung stammt nicht von dir, auf solche Ideen kommen auch andere). Ich hab bisher nur eines geschafft, aber immerhin weitere Bilder gesucht und gefunden. Drei davon passen auch hierher, denn sie zeigen: Lachen, meckern und staunen konnte ich schon im ersten Lebensjahr, und ich hab’s glücklicherweise bis heute nicht verlernt.

lachen

Lachen, auch wenn’s mir nicht danach ist, auch über mich selbst … halte ich für überlebensnotwendig …

meckern

Meckern, hilft immer, danach sieht die Welt gleich wieder anders aus. Und weinen, wenn’s nicht anders geht …

staunen

Staunen. Vielleicht das Wichtigste überhaupt …

Aber du hast mir auch ein reales Geschenk gemacht: Hurra, ich hab Zauberpulver bekommen! Mit Beipackzettel, was es alles kann. Gegen alle bekannten Krankheiten helfen, zum Beispiel. Aufgabe für 2016: Unbekannte Krankheiten benennen, dann sind sie bekannt und heilbar. Außerdem sorgt dieses faszinierende Pulver für Glück (bin ich eh gaaaanz nah dran), Zufriedenheit (breitet sich seit Anfang 2012 immer mehr in meinem Leben aus), Frohsinn (siehe Foto Nr. 1), Schaffenskraft (PASST!), Kreativität (ja, die soll mir bitte bitte auch weiterhin erhalten bleiben), und Liebesfähigkeit (davon kann man ja bekanntlich nie genug haben).

Nur der letzte Punkt lässt mich etwas ratlos zurück: Beliebtheit. Weiß nicht, ob ich das wirklich will. Be-liebt werden von den richtigen Menschen, klar, aber dafür braucht es hoffentlich kein Zauberpulver. Du weißt schon, wie ich’s meine.

Damit ich hier noch die Kurve zum Jahresrückblick bekomme, klaue ich woanders diese bewährten Rückblicksfragen:

Zugenommen oder abgenommen?
Zugenommen, leider. Aber seit November wieder Tendenz nach unten.

Haare länger oder kürzer?
Länger. Friseurphobie oder Faulheit, immerhin selbst gefärbt und manchmal selbst geschnippelt.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Keine Ahnung, ich kann mir das nie merken, wie’s heißt. Ohne Brille geht Lesen an manchen Tagen noch, an manchen nicht. Die Anzahl der in der Wohnung verteilten Lesebrillen hat zugenommen, um der aufkommenden Vergesslichkeit ein Schnippchen zu schlagen.

Mehr bewegt oder weniger?
Was ist das denn für ne Frage, die passt nicht zu mir. Aber gut: Ab Herbst wieder mehr, Vorher zu krank und draußen zu heiß (Mördersommer, komm bitte 2016 nicht wieder!).

Der hirnrissigste Plan?
Bis jetzt noch keiner, aber das Jahr ist ja noch nicht um.

Die gefährlichste Unternehmung?
Keine. Mangels Gelegenheit.

Die teuerste Anschaffung?
Keine. Ich spare auf eine Küche.

Das leckerste Essen?
Gebratene Kochbananen bei der Freundin meines Sohnes – noch nie vorher gegessen, hellauf begeistert!

Das beeindruckendste Buch?
„Das große LOS“ von Meike Winnemuth. Knoten ins Taschentuch: Nochmal lesen!

Das enttäuschendste Buch?
„Doctor Sleep“ von Stephen King, der erste King, den ich in der Mitte abgebrochen habe.

Der ergreifendste Film?
„The True Cost“, zweimal gesehen, einmal im Kino, einmal im TV, und „Obendrüber, da schneit’s“, viermal gesehen. Vielleicht Anfang Januar nochmal?

Die beste Musik?
Konstantin-Wecker-Konzert am 14. Februar. Vorschau: Konstantin-Wecker-Konzert am 4. Mai!

Die meiste Zeit verbracht mit …?
Arbeiten und Schlafen.

Die schönste Zeit verbracht mit …?
Meinen Enkeln.

Vorherrschendes Gefühl 2015?
Das geht vorbei.

2015 zum ersten Mal getan?
Jemandem gesagt, er möge sich bitte einen anderen Mülleimer suchen.

2015 nach langer Zeit wieder getan?
Gebackene Leber mit Äpfeln und Zwiebeln gemacht – warum mache ich das nicht öfter?

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Nachrichten. Viele, mehr als drei, die alle diesem Jahr hätten fernbleiben können.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass ich die richtige Mieterin für meine zukünftige Wohnung bin.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Konstantin-Wecker-Konzertkarten. Und Zauberpulver. 

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Das große Buch … vom Lightning Go Queeeeeen! (O-Ton kleiner Enkel, als er sein Geburtstagsgeschenk ausgepackt hat, ein Bilderbuch über das Wunderauto Lightning McQueen, das aber bei ihm Lightning GO Queen heißt).

2015 war mit einem Wort …?
Leben!

Vorsätze und Pläne für 2016?
Vorsätze: Keine, aber für alles andere gilt: Weitermachen! (Und bisschen mehr Blog schreiben) Und umziehen natürlich!

So, das war’s. Was sonst noch passiert ist, geht niemanden was an. Gerade werfe ich einen Blick in das Tütchen mit Zauberpulver. Obwohl ich schon einiges davon verteilt habe, wird und wird es nicht weniger! Toll, ein echtes Zauberpulver also! Muss ich doch glatt mal genauer auf die Verpackung sehen: Drauf steht „Wongs Reisgewürz“ (sicher nur Tarnung, so’n echtes Zauberpulver kommt ja gern mal inkognito daher). Klein gedruckt darunter: Mrs Wong Rice Spice. Ohne Brille las ich Mrs Wrong. Aber besser Mrs Wrong als Mr Right, der eigentlich nur ne billige Mogelpackung ist. Und auf der Rückseite: Ha, dieser bekannte Gewürz- und Teevertrieb bräuchte dringend eine Korrekturleserin, denn „Rote Bete“ hat nun mal nur ein E, nicht zwei! Hat mit dem Beet absolut nix zu tun! Also, falls ihr (die mit dem sonnigen Tor) gern mit korrekter Rechtschreibung punkten möchtet: Ich würd’s machen! Aber eigentlich ist das ja gar nicht wichtig.

In diesem Sinne: Feiert Silvester oder Sylvester, von mir aus sogar Sülwester (kürzlich gelesen, man glaubt es kaum!). Habt ein gutes neues Jahr oder ein Gutes Neues Jahr. Umgeht die Rechtschreibfallen, indem ihr eure liebsten Menschen anruft oder einfach direkt umarmt. Rutscht gut oder schlaft gemütlich ins neue Jahr hinein. Lasst es krachen oder spendet. Diniert fein und gediegen oder veranstaltet ein Picknick unterm Tisch (steht mir heute noch bevor, Enkelwunsch). Besauft euch oder trinkt ein maßvolles Gläschen. Bleibt oder werdet gesund, hoffnungsvoll, zuversichtlich, mutig. Wünscht euch, was ihr wollt. Aber seid vorsichtig mit dem Wünschen: Manches könnte in Erfüllung gehen, und das ist nicht immer das Beste, was einem passieren kann (ich weiß, wovon ich rede).

Ach ja, und Musik natürlich, davon können wir doch auch alle nie genug haben. Bei mir singt selbstverständlich – wie könnt’s auch anders sein – Konstantin Wecker. Er singt, passend für den Aufbruch in ein neues Jahr, passend zur allgemeinen Lage, von etwas, wovon einige ein Stückchen gebrauchen könnten: Von der Anna. Also von der Anarchie. Reinhören!

Baba 2015!

 

 

 

 

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