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… so sagt man, beginnt der Jakobsweg. Nur das Ziel ist immer gleich: Santiago de Compostela. Im allgemeinen Sprachgebrauch meint man jedoch oft nur den spanischen Teil. Innerhalb Spaniens gibt es mehrere Routen, ich habe mich für den bekanntesten Weg entschieden, den sogenannten Camino Francés. Der Startpunkt liegt noch in Frankreich, in Saint-Jean-Pied-de-Port. In Tagesetappen zwischen 20 und 30 Kilometern geht es dann Schritt für Schritt vorwärts.

Ja, warum will ich das eigentlich machen? Das ist eine längere Geschichte. So ein kleiner, heimlicher Traum von mir ist der Jakobsweg schon länger. Immer wieder habe ich in den letzten Jahren festgestellt, dass es mir sehr gut tut, wenn ich laufe, am besten allein. Ich kann dabei alles hinter mir lassen, krieg den Kopf frei, fühl mich wohl. Laufen ist in meinem Fall flottes Gehen, nur damit keine Missverständnisse aufkommen. Ich mache mir überhaupt nichts aus Sport und habe diesbezüglich auch keinerlei Ambitionen.

Und irgendwann hat mich dann das Jakobsweg-Fieber richtig gepackt.

Früher hatte ich manchmal das Gefühl, ich laufe vor etwas davon. Jetzt habe ich das Gefühl, ich laufe mit einem festen Ziel, ich laufe für mich, und ich will das unbedingt machen. Seit einem Jahr plane ich hin und her. Dann stand irgendwann der Zeitraum fest, April und Mai. Den Großteil der Ausrüstung habe ich schon, ein paar Kleinigkeiten fehlen noch. Sehr hilfreich war dabei ein Buch, das ich letztes Jahr zum Geburtstag bekam, Jakobsweg im Smoking, darin beschreibt der Autor Philipp Winterberg sehr anschaulich, mit wie wenig Gepäck man auskommen kann. Klar, man muss ja alles tragen.

Auch das wird eine völlig neue Erfahrung sein: Wenn’s früher in den Urlaub ging, hätte ich am liebsten meinen ganzen Kleiderschrank eingepackt. Jetzt werde ich unterwegs sein mit Rucksack, Schlafsack, Regenschutz, einmal Klamotten zum Wechseln; nur die Socken, die dürfen öfter mit, denn sie sind neben den Schuhen fast das Wichtigste.

Über all diese Dinge werde ich in den nächsten Wochen noch mehr schreiben, jetzt ist hier wenigstens mal der Anfang gemacht.

Noch ein Wort zu der Facebook-Box am Seitenrand: Dass die Bilder alle doppelt erscheinen, liegt nicht an mir und auch nicht an eurem Alkoholkonsum. Das lässt sich auch lt. WordPress-Support nicht ändern.

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