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Stammt natürlich – wie könnte es anders sein – vom großen Enkel. Er schleppt gerne Bücher zum Vorlesen an. Schnell fand er heraus, dass ich zum Vorlesen meine Brille brauche. Dumm nur, dass ich die nicht immer dabei habe. In Planung ist, eine Brille dauerhaft in der Enkelwohnung zu stationieren. In letzter Zeit fragt er vorsichtshalber nach: Kannst du das mit ohne Brille lesen? Bei Büchern mit kind- und omagerechtem Großdruck kein Problem. Sehr stolz war ich allerdings, als ich neulich bei einem Buch verneinte, Brille 5 km entfernt, und er daraufhin ein Buch mit großer Schrift daherbrachte.

Gestern abend war wieder einmal Vorlesezeit. Zu Weihnachten hatte er O wie schön ist Panama bekommen, das sich innerhalb kurzer Zeit auf Platz 1 der bevorzugten Bücher schob. So auch gestern. Danach wünschte er noch ein zweites Buch. Ich machte zur Bedingung, bitte ein kurzes, es war immerhin schon Schlafenszeit, wir einigten uns auf Kleine Raupe Nimmersatt. Das heißt, ich einigte mich, ihm fiel dann doch noch was anderes ein, jetzt wollte er doch lieber was mit Eisenbahn. Im Regal suchte er nach seinem Eisenbahnbuch aus der Reihe Was ist Was.

„Das lesen wir! Das ICE-Buch!“

Ja, auf der Titelseite ist ein ICE abgebildet, das Buch heißt aber nun mal Eisenbahn. Ich wagte einen Einwand.

Nein! Oma! Schau! Da steht (mit dem Zeigefinger den Titel langsam entlangfahrend): Das iiiii tseeee eeeee – Buch!!!“

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