Liebes Blog!

Du hast nun endlich das Licht der Welt erblickt. Der Weg dorthin war lang, die Hindernisse, die du überwinden musstest, schwer. Aber du hast es geschafft. Und auch noch so ein schönes Datum für deinen ersten Schrei ausgesucht – 11.12.13, das ist doch fein! Deine Mama, eine Spätgebärende, ist naturgemäß jetzt noch etwas erholungsbedürftig. Zudem ist sie alleinerziehend – damit steht deine Zukunft auf wackligen Beinen. Wird sie immer genug Zeit für dich haben? Wird sie die Geduld aufbringen, die ein zartes, kleines Blog einfordert? Wird sie es dauerhaft schaffen, dich regelmäßig zu füttern? Fragen über Fragen. Trotzdem: Ich bin hoffnungsvoll! Und du sollst nun einen Namen bekommen. Du sollst „Dritter Anlauf“ heißen.

Warum und wieso, das werden die ersten Posts (er-)klären. Hiermit taufe ich dich nun auf den Namen „Dritter Anlauf“!

Auf viel- mehrfachen Wunsch habe ich mich zu diesem Blog entschlossen. Ich hatte schon mal eins/einen. Womit ich bei der ersten entscheidenden Frage bin: Der oder das Blog? Duden meint, das sei richtig. Gerade wenn sich die Bloggerin nicht nur für sprachbewusst hält, sondern sogar ihren Lebensunterhalt mit Schreiben und Texten verdient, sollte hier also von „das Blog“ die Rede sein. Andererseits: Ich stamme aus Bayern. In meinen Ohren klingt das Blog sonderbar, der Blog dagegen vertraut. Ich tauche noch ein wenig tiefer in die Geschichte mit den Artikeln ein.

Der Butter. Der Schok(-)lad(e). Das Nutella. Das Teller. Wer lachen mag, darf lachen – aber für mich klingt das alles völlig normal.

Außerdem: Vor anderthalb Jahren zog ich von Bayern nach Wien. Na, hier ist was los, artikelmäßig!

Das Monat. Das Service. Das Joghurt. Unvollständige Liste, aber … niemals im Leben hätte ich gedacht, dass ich mal freiwillig sage: „Ist der Beitrag für das Service der Krankenkasse jedes Monat fällig oder buchen Sie einmal pro Quartal ab?“ Nun, ich HABE es gesagt und dabei keine Miene verzogen. Ich wollte von der netten Mitarbeiterin der Krankenkasse schließlich ernst genommen werden. Mich quasi auch sprachlich in meine neue Heimat integrieren. Oh – ich sehe gerade, das Wörtchen Service hat noch Erklärungsbedarf. In meinem früheren Leben gab es natürlich auch ein Service. Dabei handelte es sich aber um Porzellan.

Also: für mich bitte DER Blog. Oder noch besser: MEIN Blog, damit kann ich das Artikelproblem elegant umgehen.

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